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Effektiver Schutz gegen Rückstau

"Starkregenereignis am Wochenende, Feuerwehr musste Keller leer pumpen."
So oder ähnlich klingen die Zeitungsmeldungen z.B. nach starken Sommergewittern. Keller- und andere tiefliegende Räume müssen gegen Rückstau aus dem Kanal gesichert werden, sonst drohen dem Hauseigentümer starke finanzielle Schäden. Zudem ist er nach geltendem Recht für alle Schäden verantwortlich, die auf dem Fehlen dieser Sicherungen beruhen. Die entsprechenden Bestimmungen finden sich in der Entwässerungssatzung und in den Vorschriften "DIN 1986 - Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke".

Rückstauverschlüsse lohnen sich
Das Kanalnetz einer Stadt oder einer Gemeinde kann nicht darauf ausgerichtet werden, dass es jeden Starkregen oder Wolkenbruch sofort ableiten kann. Die Rohre der Kanalisation würden sonst so groß und teuer werden, dass die Bürger, die sie ja über Abwassergebühren mit bezahlen müssen, unvertretbar belastet würden. Deshalb muss bei solchem Starkregen eine kurzzeitige Überlastung des Entwässerungsnetzes und damit ein Rückstau in die Grundstücksentwässerungsanlagen in Kauf genommen werden.Wirksamen Schutz bieten Rückstauverschlüsse, die in die Grundleitung des Gebäudes eingebaut werden. Auskunft und Beratung bieten die örtlichen Heizungs- und Sanitärhandwerksunternehmen.

Tipps zur Auswahl des richtigen Rückstauverschlusses
Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene sind durch automatisch arbeitende Abwasserhebeanlagen mit Rückstauschleife oder unter bestimmten Voraussetzungen durch Rückstauverschlüsse nach DIN 1997/19578 bzw. DIN EN 13564-1 gegen Rückstau aus dem Kanal zu sichern. Bei der Ausführung des Rückstauschutzes durch Rückstauverschlüsse muss auf den richtigen Anwendungsbereich geachtet werden.



Man unterscheidet folgende Anwendungsbereiche:

  • Fäkalienfreies Abwasser/Niederschlagswasser

  • Fäkalienhaltiges Abwasser


Nach DIN 1986-3 muss durch eine monatliche Inspektion die Funktion des Betriebsverschlusses durch Schließen und öffnen des Notverschlusses geprüft werden.


Zusätzlich sind folgende Wartungsarbeiten alle 6 Monate auszuführen:

  1. Entfernen von Schmutz und Ablagerungen

  2. Prüfen von Dichtungen und Dichtflächen auf einwandfreien Zustand, ggf. Austausch der Dichtungen

  3. Kontrolle der Mechanik der beweglichen Abdichtorgane, ggf. Nachfetten

  4. Feststellen der Dichtheit der Betriebsverschlüsse durch eine Funktionsprüfung mit einem Prüfdruck von 1 kPa und 10 Min. Prüfdauer und Herstellerangaben


Rückstauverschlüsse für fäkalienhaltiges Abwasser sind von fachkundigem Personal zu prüfen und zu warten. Die anderen Rückstauverschlusstypen sind von sachkundigen Personen zu prüfen.

Aktuelle Baumaßnahmen

Aktuelle Baumaßnahmen der InfraStruktur Neuss  finden Sie hier.

Über alle Baustellen im Stadtgebiet informiert die Stadt Neuss: Baustellen in Neuss

 

Dichtheitsprüfung

Die Dichtheitsprüfung privater Abwasseranlagen ist für rund 3.000 Neusser Grundstückseigentümer Pflicht.

Die Verpflichtung besteht in den Wasserschutzgebieten Broichhof und Mühlenbusch.

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